Dolomitentour

16. - 23. Juni 2007

Samstag 16.06.2007  |  Tourlänge 515 Km.  |  Bietigheim - Feichten

Um 7:15 Uhr trafen wir uns am Autobahnparkplatz Engelberg um unsere Dolomitentour zu starten. Weiter ging es auf der BAB nach Sulz am Neckar, wo ein Mitfahrer am Autohof auf uns wartete. Dort tankten wir unsere Maschinen auf, und fuhren weiter bis nach Stockach auf der Autobahn. Am Bodensee machten wir das erste Mal Rast. Entlang des Bodensees fuhren wir bis nach Sigmarszell um das letzte Stück Autobahn nach Österreich unter die Räder zu nehmen. Am Grenzübergang Lindau stieß dann der letzte Mitfahrer zu uns, sodass unsere Gruppe nun komplett war. Auf der Autobahn fuhren wir dann bis Rankweil in Österreich weiter. Von Rankweil startete unsere Tour dann richtig. Über das Latensertal fuhren wir hoch zum Furkajoch, wo wir eine kleine Mahlzeit zu uns nahmen. Damüls, Fontanella und Bludenz waren die nächsten Stationen. Leider bemerkte ein Mitfahrer, dass sein hinteres Radlager den Geist aufgegeben hatte. Wir teilten die Gruppe auf. Der eine Teil fuhr weiter durch das Montafon und die Silvretta Hochalpenstrasse das erste Quartier im Kaunertal an. Ein Teil blieb zurück um unserem Mitfahrer zu helfen. Zu unserem Bedauern war eine Reparatur des Motorrad über dass Wochenende nicht möglich, sodass für unseren Andy die Tour schon bevor sie richtig begonnen hatte beendet war. Wir fuhren der Gruppe hinterher und trafen schließlich auch im Kaunertal ein. Da die Etappe doch recht anstrengend war , beendeten wir den Tag nach dem Abendessen recht rasch.

Sonntag 17.06.2007  |  Tourlange 373 Km  |  Feichten - Taisten

Früh morgens um 7 Uhr trafen wir uns zum Frühstück, da wir bereits um 8 Uhr nach Telfs zum Gottesdienst aufbrechen wollten. Da wir uns im Vorfeld der Tour dazu entschlossen hatten eine 10 Tages-Vignette zu kaufen, konnten wir durch den Landeckertunnel und die Autobahn Tels in ca. 60 Minuten erreichen. Wie immer war es ein besonderer Moment den Gottesdienst mit 18 Bikers, die teilweise auch den Chor bildeten, zu erleben. Nach dem Gottesdienst fuhren über das Ötztal zum Timmelsjoch. In St. Leonhard machten wir an einer Pizzeria halt um Mittag zu machen. Frisch gestärkt ging es dann zum Jaufenpasss. Obwohl die Gruppe bis dahin gut zusammengefahren ist, entschlossen wir uns am Jaufenpass die Gruppe zu teilen, da es in den Bergen schwierig wurde die Gruppe mit 18 Motorräder zusammen zu halten. Über Sterzing ging es nach Brixen und das Würzjoch nach Taisten zu unserem Hotel. Nach einem hervorragendem Abendessen saßen wir noch bis in die Nacht um den 2 Tag zu beschließen.

Montag 18.06.2007  |  Tourlänge 248 Km  |  Sellarunde

Aus der Erfahrung der letzten Touren, haben wir uns dafür entschieden, die nächste Tagesetappe bereits am Vorabend zu besprechen. Dabei besprachen wir die Tour für den kommenden Tag und teilten die Gruppen entsprechen dazu ein. Also starteten wir am Montagmorgen die Sellarunde. Über den - von nicht allen geliebten - Furkelpass ging es über die St. Martin, Corava zum Grödnerjoch. Unsere Tour führte uns danach weiter zum Sellajoch. Auf der Verbindung zwischen dem Sellajoch und dem Pordoijoch fanden wir unseren Rastplatz für diesen Tag. Doch bevor wir Mittag machten bliesen wir kurz zum Pordoi hinauf. Nach dem Mittag ging es zum Passo Fedaia und den Falzaregopass, dort trafen wir die 2 Gruppe, die gerade Kaffeepause machte. Wir schlossen uns der Kaffeepause an. Anschließend ging es über Cortina und den Passo Tre Croci nach Taisten zurück. Ausklang des Tages bei dem einen oder anderen Weizenbier an der Bar bzw. Terrasse.

Dienstag 19.06.2007  |  Tourlänge 347 Km  |  Rosengarten.

Nach einer recht kurzen Nacht ging es am Morgen zum Rosengarten. Da am Vortag Hans-Jörg am Pordoijoch über seine eigene Tachowelle gefahren und fast gestürzt war, musste dieser zuerst eine Werkstatt anfahren um seine bayrische reparieren zu lassen. Unser Treffpunkt war dann das Grödnerjoch, was auch super geklappt hat. Über Wolkenstein und St. Ulrich fuhren wir dann in den Rosengarten ein. Welch ein zu Unterschied zu den schroffen Dolomitenbergen. Seis und Völs verbanden uns zum Nigerpass von dort aus fuhren wir über Welschnofen und den Lavazopass weiter. Kurz nach dem Lavazopass machten wir an einem neu angelegten Rastplatz halt, um wie an jedem Tag, unser morgens besorgtes Vesper verputzen zu können. Mit frischen Kräften ausgestattet, bogen wir zum Passo di Parmadiccio ab um via Tesero, Predazzo und Moena sowie Canazei den inzwischen von allen beliebten Pordoi aus neue zu befahren. Die SS48 führte uns zum Falzarego hinauf. An der Passhöhe bogen wir nach links zum Valparolapass ab und kamen über Badia Abtei und Olang wieder zu unserem Hotel zurück. Nach dem Abendessen zog es noch einige in den Vitaltempel und wie an jedem Abend ließen wir den Tag in der Gemeinschaft der Biker ausklingen.

Mittwoch 20.06.2007  |  Tourlänge 332 Km  |  Großglockner

Wieder ein Highlight auf unserer Tour, diesmal allerdings führte uns die Tour über das Antholzer Tal zum Stallersattel nach Österreich. Gerade noch rechtzeitig erreichten wir die Ampel am Stallersattel und fuhren den recht schmalen Pass hinauf. Weiter ging´s durch das Defereggental zur Bundesstrasse B108, die uns nach Lienz brachte. Ab Lienz nahmen wir die B107 in Richtung Heiligenblut am Fuße des Großglockners. Unmittelbar vor der Mautstation machten wir an dem bereits bekannten Rastplatz zum Mittag halt. Die Franz Josef Höhe war der erste Punkt an dem wir hielten. Wir genehmigten uns ein Eis und genossen das beeindruckende Panorama der Bergwelt. Hochtor und Edelweisspitze bildeten den Anschluss, bevor wir zur Mautstelle nach Flusch abfuhren. Dort wendeten wir und fuhren zurück nach Heiligenblut. Nun benötigten wir dringend Sprit. Die erste Tankstelle hatte leider Stromausfall, sodass wir nicht wie gedacht tanken konnten. Mit Zittern erreichten wir dann doch die nächste Tankstelle, wo wir unsere Maschinen betanken konnten. Da ein Gewitter aufzog, machten wir uns auf schnellstem Weg auf nach Südtirol. Über Lienz und die B100 ging es nach Italien zurück. Die bekannte SS49 brachte uns dann über Innichen und Toblach zum Tirolerhof nach Taisten. In Welsberg machten wir noch einen Tankstopp um danach in einem strömenden Gewitterregen die letzten 2 Kilometer zum Hotel zu fahren. Nach einem - wie an jedem Tag - leckeren Abendessen ließen wir den Tag nochmals Revue passieren.

Donnerstag 21.06.2007  |  Tourlänge 361 Km  |  Passo di St. Boldo

Denzels Alpenstrassenführer war der Auslöser für diese Tour. Die Straßenführung des St. Boldo ist so einzigartig, dass es sich lohnte diese Tour unter die Gummis zu nehmen. Wir brachen etwas früher auf um genügend Zeit zu Verfügung zu haben. Der Kreuzbergpass führte uns in Richtung Süden. Danach wartete der Passo di Zovo auf uns und von da aus ging es über Auronzo, Domegge zum Passo Cibiana, wo wir eine kurze Pause einlegten. Forno di Zoldo war das nächste Ziel, wo wir auf der SS251 nach Longarone fuhren. Wenige Kilometer danach nahmen wir die Autostrada bis nach Vittorio um noch etwas Zeit herauszuschinden. In Vittorio legten wir noch einen Tankstopp ein um danach einen kleinen See anzufahren an welchem wir Mittag machten. Der St. Boldo lag nun in unmittelbarer Nähe. Die ersten Kurven unterscheiden sich nicht zu anderen Pässen, dann aber geht es über 4 Kehrentunnel zur Passhöhe hinauf. Glücklicherweise ist dieser Abschnitt mit einer Einbahnregelung versehen, da in diesen engen und dunklen Tunnelkehren keine 2 Fahrzeuge aneinander vorbei fahren können. Nun ging es wieder nach Norden. Santa Giustina und Agordo waren die nächsten Ziele die uns schließlich zum Duranpass führten. Leider kamen wir dann erneut in einen Regenschauer und den Passo Staulanza mussten wir vorsichtig auf nasser Fahrbahn erklimmen. Das Wetter besserte sich dann aber wieder und der Giaupass mit seinen 29 Kehren konnte dann wieder trocken befahren werden. Da die Zeit nun doch schon etwas fortgeschritten war, entschlossen wir uns die Tour über Cortina und Toblach zu verkürzen. In Welsberg trafen wir dann unsere 2 Gruppe, die sich mal wieder ein Eis genehmigte. Abends ging dann ein Gewitter über Südtirol nieder und für uns brach der letzte Abend im Tirolerhof an. Wir nutzen die verbleibende Zeit, bis uns der Wirt in die Betten schickte.

Freitag 22.06.2007  |  Tourlänge 279 Km  |  Taisten - Feichten

Aufbruchstimmung im Hotel. Unser Gepäck musste verstaut werden und so starteten wir um 9:30 Uhr in Richtung Würzjoch. Nach dem Würzjoch nahmen wir eine schmale Nebenstrasse, die uns über einige holzbeplankte Brücken in das Lüsenertal führte. In Brixen nahmen wir die SS12 um über Sterzing den alten Brennerübergang anzufahren. Am Vorabend musste ein durch die starken Regenfälle ausgelöster Erdrutsch die alte Brennerstraße teilweise verschüttet haben. Als wir dort ankamen, waren gerade noch die letzten Aufräumarbeiten im Gange. In Österreich legten wir eine ausgedehnte Mittagspause ein. Die Wetterlage stand wieder auf ankommenden Regen. Kurz vor Innsbruck hielten wir einen Moment an um die Regenhaut überzuziehen. Unmittelbar danach erwischte uns der Regen unter teilweise sintflutartigem Regen fuhren wir über den Kühtaisattel in das Ötztal ein. Im Ötztal tankten wir auf und fuhren - Vignette sei Dank - über die Autobahn das Hotel im Kaunertal an. Bedauerlicherweise stürzte ein Mitfahrer bei dieser Regenfahrt und musste an dieser Stelle die Tour unterbrechen, um in Innsbruck eine Werkstatt aufsuchen. Wir sind froh darüber, dass unser Mitfahrer bei diesem Ausrutscher keinen Schaden davongetragen hat. Relativ früher Ausklang beim Kirchenwirt in Feichten.

Samstag 23.06.2007  |  Tourlänge 454 Km  |  Feichten - Bietigheim

Das Wetter hat sich am Morgen etwas verbessert und so starteten wir die Heimreise über Imst und das Hahntenjoch. Unsere Gruppe löste sich nunmehr mehr und mehr auf. Einige legten noch einen Urlaubstag nach und der Rest fuhr in 2 Gruppen der Heimat entgegen. Da sich das Wetter nicht wirklich zum Guten wendete, entschlossen wir uns ab Dornbrin lieber die Autobahn zu nehmen. Bei Stuttgart holten wir dann auch die andere Gruppe ein und nach dem Engelbergtunnel verabschiedeten wir uns entgültig voneinander. Insgesamt sind wir ca. 2900 Km gefahren und wir haben einmal mehr eine wunderschöne Woche im Kreise gleichgesinnter Biker erleben können. Wir sind gespannt, wo uns unsere Tour im nächsten Jahr hinführt.