Lechtal

14. - 21. Juni 2008

Samstag 14.06    ca. 320 Km.
Wie gewohnt nutzen wir unseren altbewährten Treffpunkt am Engelbergtunnel um unsere diesjährige Ausfahrt zu beginnen. Ein kurzes Stück auf der Autobahn brachte uns auf die Fildern wo wir die BAB dann verließen, um in Metzingen weitere Mitfahrer aufzunehmen. Über Münsingen fuhren wir dann in das Lautertal ein. Schwungvoll nahmen wir dann die ersten Kurven dieser Ausfahrt unter die Reifen. Da die Mehrheit der Biker die Mittagspause in Wangen machen wollte, änderten wir die Route entsprechend ab, um in Wagen beim Fidelesbeck einzukehren. Frisch gestärkt ging es dann weiter Richtung Österreich. Die deutsche Alpenstraße brachte uns über Lindenberg nach Österreich wo wir auch gleich unseren ersten Tankstopp einlegten. Bis an den Rand mit Sprit befüllt ging es weiter in das Lechtal. Hochtannbergpass voraus, die erste ernsthafte Herausforderung dieser Ausfahrt begann gleich mit 2 Schottereinlagen, die aber alle Fahrer ohne Sturz meisterten. Nach einer ausgedehnten Kaffeepause fuhren wir über Warth zu unserem Hotel nach Hägerau. Hier trafen wir dann auf den Rest der Truppe die aus Berlin und dem nördlichen Teil Deutschlands anreisten. Den Abend ließen wir dann nach einem guten Menu gemütlich ausklingen.
Sonntag 15.06.    ca. 290 Km
Geschlossen fuhren wir nach Reutte zum Gottesdienst.
Mit nunmehr 30 Motorräder füllten wir den Parkplatz an der Kirche. Einmal mehr ein erhebendes Erlebnis mit Freunden zusammen den Gottesdienst zu erleben. Da wir nun doch eine große Gruppe bildeten, teilten wir uns in mehrere Gruppen auf um die erste Tour zu starten. Für uns hieß das in Richtung Plansee zu fahren. Die Straße führt in schönen Kurven am See entlang über den Ammersattel nach Deutschland. Von Ettal ging es weiter über Garmisch nach Wallgau. Die erste Mautstraße lag nun vor uns. An der Zahlstation trafen wir dann den schnelleren Teil der Gruppe, um dann gemeinsam über Vorderriss in Richtung Ammersee zu fahren. Bei Lenggries machten mir dann Mittag. Leider fing es dann gerade zu regnen an als wir wieder aufbrechen wollten. Also die Gummihaut übergeworfen und am Sylvensteinsee vorbei wieder nach Österreich. Am Achensee entlang fuhren wir immer noch bei Regen nach Jenbach hinunter. Da sich die Wetterlag nicht entscheidend verbesserte, entschlossen wir uns - Vignette sei Dank – die Autobahn Richtung Innsbruck zu nehmen. In Seefeld legten wir dann noch eine Kaffeepause ein um danach über das Hahntenjoch hinunter in das Lechtal zu fahren. Die B198 brachte uns dann wieder zum Hotel zurück.
Montag 16.06.    ca. 220 Km
Immer noch regnet es, so dass wir erst später am Vormittag unsere Tour starten konnten. Bei noch erträglichen äußeren Bedingungen fuhren wir nach Osten in Richtung Reutte . In Stanzach bogen wir dann in das Namlostal ein. Im Wesentlichen ohne Gegenverkehr und Überhohlmanöver konnten wir dann dieses einsame Tal bis nach Bichlbach durchfahren. Über Lermoos ging es dann in die Zugspitzregion. Garmisch und Mittenwald bildeten die nächsten Stationen dieser Tour. Bei Mittenwald erreichten wir dann den Umkehrpunkt der Tour und es ging wieder nach Österreich zurück. Über Leutasch fuhren wir dann über den Holzleitensattel und das nur bis zur Hälfte trockene Hahntenjoch zum Schwarzen Adler zurück. Am Abend dann EM-Spannung Deutschland gegen Österreich. Gespannt verfolgten wir das Spiel vor den Fernseher und feierten den Sieg der deutschen Mannschaft und den Einzug in das Viertelfinale.
Dienstag 17.06
Das Barometer zeigt Regen an. Und so ist es dann auch. Schnurrgerade fällt das Nass vom Himmel und die Biker gehen immer wieder vor die Tür um die Wetterlage zu beobachten. Aber es ändert sich wenig. Ein paar unerschrockene lassen sich aber vom Regen nicht aufhalten und ziehen die Regenkombi an um eine Tour zu fahren. Die anderen vertreiben sich die Zeit bei Skat und im Wellnesbereich. Gegen Abend lässt der Regen etwas nach, und man kann noch ein paar Kilometer unter die Reifen nehmen. Abschluss des Tages bei einem guten Menu und bei dem einen oder anderen Weizenbier. Alle Biker warten auf besseres Wetter.
Mittwoch 18.06    ca. 400 Km
Endlich ist Wetterbesserung in Sicht. Es tröpfelt zwar noch etwas, aber die Aussichten auf trockenes Wetter sind groß. Also die Gummihaut überziehen und los in Richtung Warth. Über Lech und dem im Sommer wie ausgestorbenen Zürs geht es über den Arlberg hinunter nach Landeck. Der Landecker- tunnel bringt uns auf die B180 die uns an den Abzweig nach Samnaun führt. In der zollfreien Zone können wir dann richtig günstig Sprit fassen und einkaufen. Weiter geht es in Richtung Italien und es wird trocken. Der Reschenpass bringt uns über die Grenze nach Italien und wir fahren hinunter nach Prato. Dort machen wir Mittag und verzehren unsere mitgebrachten Lunchpackete. Kaum Verkehr und 49 Spitzkehren ein Highlight in den Alpen das Stilfser Joch. Die Reifen müssen nun endlich rund werden und so fahren wir zügig auf die Passhöhe. Am Hotel Tibet treffen wir dann die andere Gruppe, die sich gerade wieder auf den Weg nach Bormio und Livigno machen. Wir schlagen einen anderen Weg ein und fahren über den Umbrailpass, der ein kleines Stück Naturstrasse beinhaltet, in die Schweiz ein. Flott geht es dann über den ganzjährig offenen Ofenpaß nach Zernez. In der Nähe von Zernez musste dann eine Kaffeepause sein. Kaffeepause in der Schweiz und keine Fränkli das muss ja Problem machen. Nach gewissen Umrechnungsschwierigkeiten – muss man den Betrag in Franken nun malnehmen oder teilen um den Preis in Euro zu haben – fuhren wir zurück nach Österreich. Flexen- und Arlbergpaß führten uns wieder nach Warth von wo wir die wunderschöne Kurvenstrecke nach Hägerau unter die Schwarzen nahmen. Ausklang des Tages im Hotel.
Donnerstag 19.06    ca. 390 Km
Endlich ein Sommertag. Bei strahlendem Sonnenschein geht es heute los. Der erste Pass des Tages ist das Hahntenjoch. Ein gelungener Auftakt des Tages, wenn man das Hahntenjoch ohne Wasser zwischen Bahn und Gummis fahren kann. Über das Oetztal fuhren wir in das Kühtai ein. Auch das Kühtai ist im Sommer ziemlich verlassen aber das heißt für uns „Freie Fahrt“. Nach einer kurzen Rast am Brenner ruft wieder Italien. Die alte Brennerstrasse bringt uns nach Vipitino von wo wir in Richtung Jaufenpass abbiegen. Vom Jaufenpass geht es hinunter nach St. Leonhard wo uns unsere wohlbekannte Pizzeria am Fuße des Timmelsjoch erwartet. Cappuccino für alle ist nun angesagt bevor wir über Moos das Timmelsjoch anfahren. Da immer wieder Baustellen unseren Weg blockieren, reißt die Gruppe auseinander, so dass die ersten der Gruppe die Möglichkeit hatten Fotos von der restlichen Gruppe bei der Abfahrt zu machen. Etwas langatmig gestaltete sich dann die Rückfahrt über das Oetztal wo dann einige aus der Gruppe sehnlichst eine Tankstelle erwarteten. Der Landeckertunnel brachte uns wieder an den Arlberg zurück und die Abfahrt nach Steeg bildete wieder den krönenden Abschluss dieser Tour. Viertelfinale Deutschland gegen Portugal, wir fiebern mit der Deutschen Elf die nach einem verdienten Sieg das Halbfinale erreicht.
Freitag 20.06    ca. 400 Km
1015,7 Millibar zeigt das Barometer das Wetter bleibt stabil. Heute geht es in die Schweiz nach Davos. Ab nach Westen über den Hochtannbergpass und das Furkajoch in das Latensertal. Via Rankweiler und Feldkirch geht es nach Lichtenstein. Selten so viele Banken pro Quadratmeter gesehen. Leider zieht sich die Strecke durch Lichtenstein sehr in die Länge, so dass wir erst mit Verspätung Landquart erreichten. In Klosters haben wir es uns an einem kleinen See gemütlich gemacht und eine kleine Rast eingelegt. Ab Klosters teilte sich die Gruppe, da ein paar Biker noch den Abulapass mitnehmen wollten. Landschaftlich wunderschön aber die Strasse von Schlaglöchern übersäht dies war das übereinstimmende Urteil der Fahrer, die den Abstecher zum Albulapass gefahren sind. Der Rest der Gruppe nahm den Flüelapass, was sich als die bessere Wahl herausstellte Die schon bekannte Strecke über Zernez und Scuol brachte uns wieder Österreich entgegen. Da sich die Gruppe geteilt hatte, führte der Rückweg von Westen über den Arlberg und von Osten über das Hahntenjoch zum Hotel zurück. Für die meisten bricht nun der letzte Abend im Lechtal an und wir sitzen noch lange zusammen und lassen die vergangen Woche nochmals Revuepassieren.
Samstag 21.06.    ca. 380 Km.
Abreisetag. Es muss gepackt werden und die Motorräder teilweise auf die Anhänger verladen werden. Glücklicherweise dürfen noch einige Biker einen Tag länger bleiben und so geht es für diese nach Italien ins Vinschgau. Der größte Teil der Gruppe macht sich aber auf unterschiedlichsten Wegen auf die Heimreise. Für den kläglichen Rest der Biker ist Samnaun der erste Halt an diesem Tag. Tanken und einkaufen steht wieder auf dem Programm. Am Reschensee werden noch Bilder gemacht und des geht dann weiter nach Meran. Kurz vor Meran machen wir Mittag und fahren dann in das Passeiertal ein. Und wieder geht es über das Timmeljoch nach Österreich zurück . Diesmal nehmen wir uns aber die Zeit um genügend Fotos von dieser traumhaften Landschaft zu machen. In Sölden machen wir noch einmal an einem Cafe Pause um uns bei einem Kaffee und einem Eis zu stärken. Ein letztes mal führt uns unser Weg über das Hahntenjoch zu unserem Hotel zurück.
Den Abend lassen wir auf der Terrasse im freien ausklingen.
Sonntag 22.06    ca. 320 Km
Aufbruchstimmung auch beim Rest der Gruppe. 9:30 Uhr geht’s los in Richtung Reutte zum Gottesdienst. Unsere Tour nach hause führt uns über das Tannheimer Tal nach Deutschland zurück. Durch das Allgäu führt uns unser Weg nach Isny, Wurzach, Biberach und Ehingen auf die schwäbische Alb. Über Münsingen und Metzingen erreichen wir die Autobahn die wir als letzte Etappe nach hause nutzen.
Insgesamt sind wir auf dieser Tour je nach Gruppe ca. 2800 Km gefahren und haben einmal mehr eine wunderschöne Woche unter gleichgesinnten Bikern erleben dürfen.

Wir sind alle gespannt, wo uns die Tour 2009 hinführt.

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